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Lass uns nicht lügen und kein falsches Zeugnis geben | 27.02.2025
Wahrheit leben – Mit Worten heilen, nicht verletzen
Das neunte Gebot fordert uns auf, in allen unseren Aussagen eine unerschütterliche Haltung gegenüber der Wahrheit einzunehmen, insbesondere dann, wenn es um den Charakter unserer Mitmenschen geht. Worte haben Macht – sie können ermutigen, aber auch zerstören. Unsere Zunge, oft schwer zu bändigen, muss von festen Prinzipien und der Liebe zu Gott und dem Nächsten geleitet werden. Lügen und Täuschung, ob durch Worte, Gesten oder verschweigende Andeutungen, verletzen nicht nur andere, sondern auch unsere Beziehung zu Gott. Jesus ruft uns auf, Klarheit und Aufrichtigkeit in unserer Rede zu wahren: “Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein” (Matthäus 5,37). Wahrheit ist das Fundament christlichen Lebens – transparent, aufrichtig und lichtvoll wie das Sonnenlicht.
“Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.” 2.Mose 20,16
Das neunte Gebot fordert uns auf, in allen unseren Aussagen eine unerschütterliche Haltung gegenüber der Wahrheit einzunehmen, besonders in solchen, die den Charakter unserer Mitmenschen betreffen. Die Zunge, die der Mensch so wenig unter Kontrolle hält, muss durch starke und ehrliche Grundsätze gezügelt werden – durch das Gesetz der Liebe zu Gott und den Menschen. (Brief 75, 1895)
Unwahre Rede in jeglicher Angelegenheit sowie jede Versuchung oder Absicht zu täuschen sind hierin eingeschlossen. Die Absicht, jemanden zu betrügen, ist Lüge. Durch einen Blick, eine Handbewegung oder einen Gesichtsausdruck kann ebenso gelogen werden wie durch Worte. Jedes absichtliche Hinzufügen in der Rede, jede Anspielung oder jede gezielte Andeutung, die darauf abzielt, einen falschen oder übertriebenen Eindruck zu vermitteln, ja selbst das Erzählen von Tatsachen in einer Weise, die jemanden in die Irre führt, stellt eine Lüge dar.
Dieses Gebot verbietet jede Bemühung, den guten Ruf unseres Nächsten zu zerstören, sei es durch Übertreibungen, böse Verdächtigungen, üble Nachrede oder Klatsch. Auch das absichtliche Verschweigen der Wahrheit, wodurch andere geschädigt werden könnten, ist ein Verstoß gegen das neunte Gebot. (Patriarchen und Propheten, S. 309)
Jesus lehrt, dass die genaue Wahrheit das Gesetz unserer Rede sein soll: “Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein” (Matthäus 5,37). Diese Worte verurteilen alle bedeutungslosen und leeren Phrasen, die an Gotteslästerung grenzen. Sie verurteilen trügerische Komplimente, das Umgehen der Wahrheit, schmeichlerische Reden, Übertreibungen und Täuschungen im Handel, die in der Gesellschaft und Geschäftswelt so weit verbreitet sind.
Niemand, der versucht, etwas vorzugeben, was er nicht ist, oder dessen Worte nicht die wahren Empfindungen seines Herzens widerspiegeln, kann als aufrichtig bezeichnet werden.
Alles, was Christen tun, soll so durchsichtig wie das Sonnenlicht sein. Wahrheit kommt von Gott; Täuschung – in all ihren vielfältigen Formen – stammt von Satan. Wir können die Wahrheit nur dann sprechen, wenn unser Verstand ständig von demjenigen geleitet wird, der selbst die Wahrheit ist. (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 105-106)
Lieber himmlischer Vater,
wir danken Dir für Dein Wort, das uns zur Wahrheit und Aufrichtigkeit leitet. Hilf uns, unsere Zunge zu beherrschen und in Liebe und Ehrlichkeit zu sprechen. Vergib uns, wo wir mit Worten andere verletzt oder getäuscht haben. Stärke uns, dass unsere Rede und unser Handeln Deine Wahrheit widerspiegeln. Lass uns Licht in dieser Welt sein, das durch Wahrhaftigkeit leuchtet. Führe unsere Herzen, damit wir in jeder Situation ehrlich und liebevoll miteinander umgehen.
In Jesu Namen beten wir. Amen.
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