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27.Mai 2024
TÄGLICHES BIBELLESEN – Hosea Kap.3
Gottes Langmut wird sein Volk zurückgewinnen.
1Und der Herr sprach zu mir: Gehe noch einmal hin und buhle um ein buhlerisches und ehebrecherisches Weib, wie denn der Herr um die Kinder Israel buhlt, und sie doch sich zu fremden Göttern kehren und buhlen um eine Kanne Wein. 
2Und ich ward mit ihr eins um fünfzehn Silberlinge und anderthalb Scheffel Gerste 
3und sprach zu ihr: Halt dich als die Meine eine lange Zeit und hure nicht und gehöre keinem andern an; denn ich will mich auch als den Deinen halten. 
4Denn die Kinder Israel werden lange Zeit ohne König, ohne Fürsten, ohne Opfer, ohne Altar, ohne Leibrock und ohne Heiligtum bleiben. 
5Darnach werden sich die Kinder Israel bekehren und den Herrn, ihren Gott, und ihren König David suchen und werden mit Zittern zu dem Herrn und seiner Gnade kommen in der letzten Zeit.
Luther 1912Public Domain

 

Kommentar
In Hosea Kapitel 3 offenbart sich die unglaubliche Langmut und Liebe Gottes gegenüber seinem Volk Israel. Durch die Anweisung an Hosea, erneut eine buhlerische und ehebrecherische Frau zu nehmen, veranschaulicht Gott auf eindringliche Weise, wie sehr er um sein abtrünniges Volk buhlt, obwohl sie sich von ihm abgewandt haben und anderen Göttern nachgehen.
Die Symbolik dieser Anweisung ist tiefgreifend. Trotz der Untreue Israels zeigt Gott seine Bereitschaft, sie zurückzunehmen und ihnen zu vergeben. Die 15 Silberlinge und anderthalb Scheffel Gerste, die Hosea für die Frau bezahlt, repräsentieren den Preis, den Gott bereit ist zu zahlen, um sein Volk zurückzugewinnen.
Die Aufforderung, dass die Frau sich als Hoseas Eigentum halten soll und sich keinem anderen hingeben soll, spiegelt Gottes Verlangen wider, dass Israel sich ausschließlich ihm zuwendet und keine anderen Götter verehrt. Gott verspricht, sich ebenfalls als ihr Gott zu halten, und zeigt damit seine Treue und Beständigkeit trotz ihrer Untreue.
Die Beschreibung der zukünftigen Situation Israels ohne König, Fürsten, Opfer, Altar, Leibrock und Heiligtum deutet auf eine Zeit der Zerstreuung und Verwüstung hin. Doch selbst in dieser düsteren Zeit verspricht Gott eine spätere Rückkehr seines Volkes zu ihm. In der letzten Zeit werden sich die Kinder Israels bekehren, den Herrn und ihren König David suchen und mit Zittern zu ihm und seiner Gnade kommen.
Dieses Kapitel zeigt die unglaubliche Geduld und Liebe Gottes, der trotz der Untreue seines Volkes immer wieder bereit ist, sie zu erneuern und zu vergeben. Es ist eine eindringliche Erinnerung an die unermessliche Gnade und Barmherzigkeit Gottes gegenüber denen, die sich ihm zuwenden.

 

 

WÖCHENTLICHES LESEN DER GEIST DER PROPHEZEIUNG – Ellen White | Das Leben Jesu Kap.32 – Der Hauptmann
Auf der Grundlage von Matthäus 8,5-13; Lukas 7,1-17.
Hier online lesen.

 

Kommentar
Dieses Kapitel über den Hauptmann und die Auferweckung des Jünglings in Nain ist eine eindrucksvolle Darstellung des Glaubens und der Macht Jesu Christi. Der Hauptmann, ein Mann von außergewöhnlichem Glauben und Demut, erkannte die Autorität und Macht Jesu, auch ohne ihn persönlich zu sehen. Sein Vertrauen war so stark, dass er glaubte, Jesus müsse nur ein Wort sprechen, um seinen Knecht zu heilen.
Die Demut und das Vertrauen des Hauptmanns stehen im Kontrast zur Arroganz und Ungläubigkeit der jüdischen Ältesten. Sie erkannten nicht die Wahrheit und die Macht Jesu, sondern baten um seine Gunst aufgrund ihrer nationalen Zugehörigkeit. Der Hauptmann hingegen erkannte seine eigene Unwürdigkeit, wagte es aber dennoch, Jesus um Hilfe zu bitten.
Jesus bewunderte den Glauben des Hauptmanns und erfüllte seinen Wunsch. Er lobte den außergewöhnlichen Glauben des Hauptmanns und heilte seinen Knecht, ohne ihn persönlich zu sehen. Diese Begebenheit zeigt, dass der Glaube an Jesus Christus keine Grenzen kennt und dass er auch diejenigen segnet, die fern von ihm leben.
Die Auferweckung des Jünglings in Nain ist ein weiteres Beispiel für Jesu Macht über Leben und Tod. Seine Worte brachten den Toten zurück ins Leben und erfüllten die trauernde Mutter mit Freude. Diese Ereignisse offenbarten die unendliche Güte und Fürsorge Jesu für die Leidenden und Bedürftigen.
Heute, genauso wie damals, können wir uns auf Jesus verlassen, um uns in unseren schwersten Stunden zu trösten und zu stärken. Sein Wort ist lebendig und wirksam, und sein Geist wohnt in denen, die an ihn glauben. Mögen wir wie der Hauptmann demütig und voller Vertrauen vor Jesus treten, denn seine Macht und Liebe kennen keine Grenzen.

 

WÖCHENTLICHES LESEN DER GEIST DER PROPHEZEIUNG – Ellen White | Das Leben Jesu Kap.33 – Wer sind meine Brüder?
Auf der Grundlage von Matthäus 12,22-50; Markus 3,20-35.
Hier online lesen.

 

Kommentar
Dieses Kapitel aus “Das Leben Jesu” von Ellen White beleuchtet einfühlsam die Herausforderungen und Missverständnisse, denen Jesus während seines irdischen Lebens ausgesetzt war, besonders in Bezug auf seine eigenen Verwandten. Es zeigt auf, wie selbst seine Brüder Schwierigkeiten hatten, sein göttliches Wirken zu verstehen, und wie ihr Unglaube seine Mission belastete.
Ein zentrales Thema dieses Abschnitts ist die Bedeutung des Glaubens an Christus und die Notwendigkeit, sich ihm ganz hinzugeben. Die Ablehnung des Heiligen Geistes wird als eine schwerwiegende Sünde dargestellt, die den Zugang zur göttlichen Vergebung verwehrt. Die Warnung vor unnützen Worten und der Verdammung derer, die den Willen Gottes missachten, stehen im Mittelpunkt dieser Lehre.
Durch das Beispiel von Jesu eigener Familie und ihrer anfänglichen Unfähigkeit, sein Werk zu erkennen, erinnert uns dieses Kapitel daran, dass Glaube über familiäre Bindungen hinausgeht. Christus betont die geistliche Verwandtschaft derer, die seinen Willen tun, und die enge Beziehung, die sie mit ihm haben.
Insgesamt unterstreicht dieses Kapitel die Bedeutung von Glauben, Gehorsam und Hingabe im Leben eines Christen sowie die Tragödie der Ablehnung des göttlichen Lichts. Es erinnert daran, dass das Vertrauen auf Christus und die Annahme seiner Erlösung uns zu einem Teil seiner himmlischen Familie machen und uns zu einem Leben in Gemeinschaft mit ihm führen können.

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