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01.Mai 2024
TÄGLICHES BIBELLESEN – Hesekiel Kap.37
Israel, das Totenfeld, wird durch Gottes Odem lebendig.
1Und des Herrn Hand kam über mich, und er führte mich hinaus im Geist des Herrn und stellte mich auf ein weites Feld, das voller Totengebeine lag. 
2Und er führte mich allenthalben dadurch. Und siehe, des Gebeins lag sehr viel auf dem Feld; und siehe, sie waren sehr verdorrt. 
3Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, meinst du auch, daß diese Gebeine wieder lebendig werden? Und ich sprach: Herr Herr, das weißt du wohl. 
4Und er sprach zu mir: Weissage von diesen Gebeinen und sprich zu ihnen: Ihr verdorrten Gebeine, höret des Herrn Wort! 
5So spricht der Herr Herr von diesen Gebeinen: Siehe, ich will einen Odem in euch bringen, daß ihr sollt lebendig werden. 
6Ich will euch Adern geben und Fleisch lassen über euch wachsen und euch mit Haut überziehen und will euch Odem geben, daß ihr wieder lebendig werdet; und ihr sollt erfahren, daß ich der Herr bin. 
7Und ich weissagte, wie mir befohlen war; und siehe, da rauschte es, als ich weissagte, und siehe, es regte sich, und die Gebeine kamen wieder zusammen, ein jegliches zu seinem Gebein. 
8Und ich sah, und siehe, es wuchsen Adern und Fleisch darauf, und sie wurden mit Haut überzogen; es war aber noch kein Odem in ihnen. 
9Und er sprach zu mir: Weissage zum Winde; weissage, du Menschenkind, und sprich zum Wind: So spricht der Herr Herr: Wind, komm herzu aus den vier Winden und blase diese Getöteten an, daß sie wieder lebendig werden! 
10Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam Odem in sie, und sie wurden wieder lebendig und richteten sich auf ihre Füße. Und ihrer war ein sehr großes Heer. 
11Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel. Siehe, jetzt sprechen sie: Unsre Gebeine sind verdorrt, und unsre Hoffnung ist verloren, und es ist aus mit uns. 
12Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will eure Gräber auftun und will euch, mein Volk, aus denselben herausholen und euch ins Land Israel bringen; 
13und ihr sollt erfahren, daß ich der Herr bin, wenn ich eure Gräber geöffnet und euch, mein Volk, aus denselben gebracht habe. 
14Und ich will meinen Geist in euch geben, daß ihr wieder leben sollt, und will euch in euer Land setzen; und sollt erfahren, daß ich der Herr bin. Ich rede es und tue es auch, spricht der Herr.
Die Wiedervereinigung Israels unter dem einen Hirten.
15Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach: 
16Du Menschenkind, nimm dir ein Holz und schreibe darauf: Des Juda und der Kinder Israel, seiner Zugetanen. Und nimm noch ein Holz und schreibe darauf: Des Joseph, nämlich das Holz Ephraims, und des ganzen Hauses Israel, seiner Zugetanen. 
17Und tue eines zum andern zusammen, daß es ein Holz werde in deiner Hand. 
18So nun dein Volk zu dir wird sagen und sprechen: Willst du uns nicht zeigen, was du damit meinst? 
19so sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will das Holz Josephs, welches ist in Ephraims Hand, nehmen samt seinen Zugetanen, den Stämmen Israels, und will sie zu dem Holz Juda’s tun und ein Holz daraus machen, und sollen eins in meiner Hand sein. 
20Und sollst also die Hölzer, darauf du geschrieben hast, in deiner Hand halten, daß sie zusehen, 
21und sollst zu ihnen sagen: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will die Kinder Israel holen aus den Heiden, dahin sie gezogen sind, und will sie allenthalben sammeln und will sie wieder in ihr Land bringen 
22und will ein Volk aus ihnen machen im Lande auf den Bergen Israels, und sie sollen allesamt einen König haben und sollen nicht mehr zwei Völker noch in zwei Königreiche zerteilt sein; 
23sollen sich auch nicht mehr verunreinigen mit ihren Götzen und Greueln und allerlei Sünden. Ich will ihnen heraushelfen aus allen Örtern, da sie gesündigt haben, und will sie reinigen; und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. 
24Und mein Knecht David soll ihr König und ihrer aller einiger Hirte sein. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und darnach tun. 
25Und sie sollen wieder in dem Lande wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, darin eure Väter gewohnt haben. Sie und ihre Kinder und Kindeskinder sollen darin wohnen ewiglich, und mein Knecht David soll ewiglich ihr Fürst sein. 
26Und ich will mit ihnen einen Bund des Friedens machen, das soll ein ewiger Bund sein mit ihnen; und will sie erhalten und mehren, und mein Heiligtum soll unter ihnen sein ewiglich. 
27Und ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein, 
28daß auch die Heiden sollen erfahren, daß ich der Herr bin, der Israel heilig macht, wenn mein Heiligtum ewiglich unter ihnen sein wird.
Luther 1912Public Domain
Kommentar
Hesekiel Kapitel 37 präsentiert eine kraftvolle Vision von Israels Auferstehung und Wiedervereinigung durch Gottes souveränes Handeln. Inmitten von Tod und Trostlosigkeit führt Gott den Propheten Hesekiel zu einem Feld voller verdorrter Knochen und zeigt ihm seine Macht, Leben aus dem Tod zu erwecken. Diese Vision symbolisiert nicht nur die Wiederherstellung des physischen Volkes Israel, sondern auch ihre geistliche Erneuerung und die Einheit unter Gottes Herrschaft. Durch diese Prophezeiung versichert Gott seinem Volk, dass er sie aus ihrer Zerstreuung zurückbringen wird, um in Frieden und Einheit in ihrem Land zu leben, angeführt von einem König aus dem Hause Davids. Dieses Kapitel verkündet die Hoffnung und Verheißung einer glorreichen Zukunft für das Volk Gottes und erinnert uns daran, dass Gottes Gnade und Treue immer überwinden.

 

 

WÖCHENTLICHES LESEN DER GEIST DER PROPHEZEIUNG – Ellen White | Das Leben Jesu Kap.27 – “So du willst, kannst du mich wohl reinigen …”
Auf der Grundlage von Matthäus 8,2-4; Matthäus 9,1-8; Matthäus 8,32-43; Markus 1,40-45; Markus 2,1-12; Lukas 5,12-28.
Hier online lesen.

 

Kommentar 
Dieses Kapitel beschreibt ein außergewöhnliches Ereignis in der Heilung eines Aussätzigen durch Jesus. Die Aussatzkrankheit galt als eine der furchtbarsten Krankheiten im Orient, geprägt von Ansteckungsgefahr und als Zeichen göttlicher Strafe für Sünde betrachtet. Der Aussätzige wurde von der Gemeinschaft ausgeschlossen und galt als unrein, sein Kontakt wurde gemieden.
Der Glaube des Aussätzigen, trotz seiner Isolation und Verzweiflung zu Jesus zu gelangen, ist bewegend. Seine Bitte um Heilung und Jesu sofortige Antwort offenbaren die Macht und Barmherzigkeit Christi. Die Heilung geht jedoch über die körperliche Ebene hinaus; sie symbolisiert die Reinigung der Seele von Sünde und Schuld. Jesus zeigt, dass er nicht nur die physischen Leiden lindert, sondern auch die geistigen.
Die Reaktionen der Umstehenden, von Bewunderung bis hin zu Furcht und Misstrauen, spiegeln die verschiedenen Haltungen gegenüber Jesus wider. Während einige die göttliche Macht erkennen und preisen, bleiben andere in ihrem Unglauben und ihrer Feindschaft verhaftet. Jesus zeigt durch solche Wunder seine Liebe und sein Erbarmen, aber auch die Notwendigkeit eines Glaubens, der über äußere Erscheinungen hinausgeht.

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