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13.5 Zwei Ewigkeiten
Das endgültige Schicksal von Gerechten und Gottlosen
Lies 2. Korinther 5,10; Römer 14,10–11 und Offenbarung 20,11–15. Warum werden die Gottlosen laut diesen Versen erneut zum Leben erweckt?
2.Korinther 5,10: „Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder empfange, was er durch den Leib vollbracht hat, es sei gut oder böse.“
Römer 14,10–11: „Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor dem Richterstuhl Gottes stehen; denn es steht geschrieben: ‚So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir sollen alle Knie sich beugen, und alle Zungen sollen Gott bekennen.‘“
Offenbarung 20,11–15: „Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden geöffnet. Und ein anderes Buch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben steht. Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren; und sie wurden gerichtet, jeder nach seinen Werken. Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod, der Feuersee. Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen.“
Warum werden die Gottlosen erneut zum Leben erweckt?
Die Gottlosen werden erneut zum Leben erweckt, um sich dem endgültigen Gericht Gottes zu stellen. Diese Auferstehung dient mehreren wichtigen Zwecken:
  1. Offenbarung von Gottes Gerechtigkeit und Fairness:
    • Transparenz des Gerichts: Durch die Auferstehung der Gottlosen und das anschließende Gericht wird Gottes Gerechtigkeit vor dem gesamten Universum offenbart. Jeder Mensch, jede Tat und jede Entscheidung werden vor dem großen weißen Thron offengelegt und geprüft.
    • Umfassende Gerechtigkeit: Es wird deutlich, dass Gottes Urteile gerecht sind. Jeder Mensch erhält entsprechend seinen Taten die gerechte Belohnung oder Bestrafung. Dies unterstreicht die Fairness und Gerechtigkeit Gottes in seinem Umgang mit der Sünde.
  2. Anerkennung der Gerechtigkeit Gottes:
    • Beugung aller Knie: Römer 14,11 und Philipper 2,10 betonen, dass sich alle Knie vor Gott beugen und alle Zungen Gott bekennen werden. Dies zeigt, dass letztlich jeder – auch die Gottlosen – die Gerechtigkeit und Herrschaft Gottes anerkennen werden.
    • Verurteilung der Rebellion: Selbst Satan und seine Anhänger werden erkennen und zugeben müssen, dass ihre Rebellion gegen Gott ungerechtfertigt war. Dies wird vor dem gesamten Universum deutlich gemacht.
  3. Erfüllung göttlicher Gerechtigkeit:
    • Gericht gemäß den Werken: Offenbarung 20,12–13 beschreibt, dass die Toten nach ihren Werken gerichtet werden. Dies betont die persönliche Verantwortung und die Konsequenzen jeder Entscheidung.
    • Endgültiges Urteil: Das Urteil über die Gottlosen ist der ewige Tod, wie in Offenbarung 20,14–15 beschrieben. Diese endgültige Vernichtung zeigt, dass Sünde und Rebellion keinen Platz im ewigen Reich Gottes haben werden.
  4. Lösung des Problems der Sünde:
    • Absoluter Abschluss: Die Auferstehung und das Gericht der Gottlosen sind notwendig, um das Problem der Sünde vollständig zu lösen. Es wird gezeigt, dass Sünde und Rebellion gegen Gott untrennbar mit Tod und Zerstörung verbunden sind.
    • Universelle Einsicht: Ellen White beschreibt, dass die Gottlosen während des Gerichts jede einzelne Sünde und die Konsequenzen ihrer Taten erkennen werden. Dies führt zu einem universellen Verständnis der zerstörerischen Natur der Sünde und der Notwendigkeit, sie für immer zu beseitigen.
Zusammenfassung:
Die Auferstehung der Gottlosen am Ende der 1000 Jahre dient dazu, die Gerechtigkeit und Fairness Gottes im großen Kampf zwischen Gut und Böse vollständig zu offenbaren. Es zeigt, dass Gottes Urteile gerecht sind und dass die Sünde und Rebellion keinen Platz im ewigen Reich Gottes haben werden. Diese Offenbarung sichert, dass das Böse nie wieder aufkommen wird, und bestätigt Gottes Liebe, Gerechtigkeit und Weisheit vor dem gesamten Universum. Die Einsicht, die die Gottlosen während dieses Gerichtsprozesses erhalten, führt zu einer universellen Anerkennung der Gerechtigkeit Gottes und der endgültigen Ausrottung der Sünde.
Lies Offenbarung 20,9; Psalm 37,20 und Maleachi 4,1–2. Welche ­Einblicke geben uns diese Verse über die endgültige Vernichtung von Sünde und Sündern und die Belohnung der Gerechten?
Offenbarung 20,9: „Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel und verzehrte sie.“
Psalm 37,20: „Aber die Gottlosen werden umkommen, und die Feinde des HERRN werden vergehen wie die Pracht der Auen, sie schwinden dahin im Rauch.“
Maleachi 4,1–2: „Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen; da werden alle Übermütigen und alle, die gesetzlos handeln, Stoppeln sein; und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht der HERR der Heerscharen, so dass ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig bleibt. Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung wird unter ihren Flügeln sein; und ihr werdet hinausgehen und hüpfen wie Mastkälber.“
Einblicke in die endgültige Vernichtung von Sünde und Sündern:
  1. Vernichtung und nicht ewige Qual:
    • Offenbarung 20,9 beschreibt, dass das Feuer von Gott aus dem Himmel fällt und die Gottlosen verzehrt. Dies deutet auf eine vollständige Vernichtung hin, nicht auf eine ewige Qual.
    • Psalm 37,20 bestätigt, dass die Gottlosen umkommen und im Rauch vergehen, was das Bild der totalen Zerstörung verstärkt.
    • Maleachi 4,1 betont, dass der kommende Tag wie ein brennender Ofen sein wird und alle Gesetzlosen wie Stoppeln verbrennen werden, so dass ihnen „weder Wurzel noch Zweig“ übrig bleibt. Dies unterstreicht die endgültige und vollständige Vernichtung der Sünde und der Sünder.
  2. Kontext und Bedeutung von „ewig“:
    • Der Ausdruck „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ in Offenbarung 20,10 kann im biblischen Kontext nicht immer als „endlos“ verstanden werden, sondern oft als „bis zu einem endgültigen Ende“ (vgl. 2 Mose 21,6; 1 Samuel 1,22.28; Judas 7; 2 Petrus 2,4–6). Die Zerstörung der Gottlosen ist ewig in ihren Konsequenzen, nicht im fortdauernden Akt der Vernichtung.
    • Dies zeigt, dass Gott nicht der ewige Peiniger ist, sondern dass die Strafe für die Gottlosen eine vollständige und endgültige Vernichtung bedeutet.
Belohnung der Gerechten:
  1. Sicherheit und Heilung:
    • Maleachi 4,2 beschreibt, dass für diejenigen, die den Namen des Herrn fürchten, die „Sonne der Gerechtigkeit“ aufgehen wird, und dass Heilung unter ihren Flügeln sein wird. Dies ist ein Bild für die umfassende Heilung und Wiederherstellung, die die Gerechten erfahren werden.
    • Die Gerechten werden mit Sicherheit, Frieden und Freude belohnt, symbolisiert durch das Bild der „hüpfenden Mastkälber“.
  2. Ewige Freude und Gemeinschaft mit Gott:
    • Die Gerechten werden nicht nur vor der Vernichtung bewahrt, sondern erhalten auch das ewige Leben und die Gemeinschaft mit Gott. Dies steht im Gegensatz zu der endgültigen Vernichtung der Gottlosen und zeigt die große Gnade und Liebe Gottes gegenüber seinen treuen Nachfolgern.
Zusammenfassung:
Die Verse in Offenbarung 20,9; Psalm 37,20 und Maleachi 4,1–2 geben uns klare Einblicke in die endgültige Vernichtung von Sünde und Sündern. Diese Zerstörung ist vollständig und endgültig, und die Strafe ist nicht die ewige Qual, sondern die ewige Vernichtung. Dies zeigt Gottes Gerechtigkeit und seine Weigerung, ein ewiger Peiniger zu sein. Stattdessen belohnt er die Gerechten mit Heilung, Sicherheit und ewiger Freude. Diese Hoffnung motiviert uns, in Treue und Ehrfurcht vor Gott zu leben, während wir auf seine endgültige Gerechtigkeit und die völlige Wiederherstellung seiner Schöpfung vertrauen.
Am Ende erwartet uns alle eine von zwei Ewigkeiten. Die Verlorenen erhalten leider den „Lohn“, den sie verdient haben – den ewigen Tod. Warum besteht dann unsere einzige Hoffnung darin, auf die Gerechtigkeit Jesu zu vertrauen (um nicht das zu bekommen, was wir verdienen, nämlich den Tod)?
  1. Die Konsequenz der Sünde:
  • Römer 6,23: „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“ Dieser Vers verdeutlicht, dass Sünde unweigerlich zum Tod führt. Alle Menschen haben gesündigt und sind daher des Todes schuldig (Römer 3,23).
  1. Unsere Unfähigkeit, uns selbst zu retten:
  • Jesaja 64,6: „Wir alle sind wie ein Unreiner geworden, und alle unsere Gerechtigkeit ist wie ein beflecktes Kleid.“ Unsere besten Anstrengungen sind unzureichend, um uns vor der Strafe der Sünde zu retten. Wir können uns nicht durch eigene Werke oder Gerechtigkeit retten, da diese immer unvollkommen sind.
  1. Die Gerechtigkeit Jesu als unsere einzige Hoffnung:
  • Römer 3,21–22: „Jetzt aber ist ohne Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden, die bezeugt wird durch das Gesetz und die Propheten, nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus für alle, die glauben.“ Diese Verse betonen, dass die Gerechtigkeit, die vor Gott zählt, durch den Glauben an Jesus Christus kommt.
  • 2. Korinther 5,21: „Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit Gottes würden.“ Jesus hat unsere Sünde auf sich genommen und uns seine Gerechtigkeit gegeben. Diese stellvertretende Gerechtigkeit ist das einzige, was uns vor dem Tod retten kann.
  1. Die Gnade und Liebe Gottes:
  • Epheser 2,8–9: „Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ Unsere Rettung ist ein Geschenk der Gnade Gottes, nicht das Ergebnis unserer eigenen Anstrengungen. Diese Gnade wurde uns durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi ermöglicht.
  • Johannes 3,16: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Gottes Liebe und Gnade sind der Grund, warum er uns durch Jesus Christus Rettung anbietet.
Zusammenfassung:
Unsere einzige Hoffnung liegt in der Gerechtigkeit Jesu, weil unsere eigene Gerechtigkeit unzureichend ist und wir den Lohn der Sünde – den Tod – verdienen. Durch den Glauben an Jesus Christus und sein stellvertretendes Opfer wird uns Gottes Gerechtigkeit angerechnet, und wir erhalten das Geschenk des ewigen Lebens. Dies ist der Kern des Evangeliums: Wir können nichts tun, um uns selbst zu retten, aber durch Gottes Gnade und das vollendete Werk Jesu Christi können wir die Vergebung der Sünden und das ewige Leben empfangen. Daher müssen wir unser Vertrauen vollständig auf Jesus und seine Gerechtigkeit setzen, um nicht das zu bekommen, was wir verdienen, sondern das, was Gott uns durch Christus schenken möchte.

  1. Ernst der Entscheidungen und Verantwortlichkeit:
    • Bewusstsein der Konsequenzen: Das Wissen um die zwei möglichen Ewigkeiten – ewiges Leben oder ewiger Tod – sollte uns ein tiefes Bewusstsein für die Konsequenzen unserer Entscheidungen im Alltag geben. Jeder Gedanke, jedes Wort und jede Tat haben letztendlich Bedeutung für unser ewiges Schicksal.
    • Verantwortung im Handeln: Diese Erkenntnis sollte uns dazu motivieren, unser Leben in Übereinstimmung mit Gottes Willen zu führen. Verantwortungsbewusstes Handeln im Alltag zeigt sich in der Liebe zu Gott und zu unseren Mitmenschen, in der Einhaltung seiner Gebote und in der Nachfolge Jesu.
  2. Hoffnung und Trost in schwierigen Zeiten:
    • Trost durch Gerechtigkeit: Die Verheißung der endgültigen Gerechtigkeit, dass das Böse und die Sünde vollständig vernichtet werden, bietet Trost in Zeiten der Ungerechtigkeit und des Leidens. Wir können sicher sein, dass Gott alle Dinge in seiner Zeit und Weise richtigstellen wird.
    • Hoffnung auf die Belohnung: Die Verheißung der Belohnung für die Gerechten – Heilung, Freude und ewiges Leben – gibt uns Hoffnung und ermutigt uns, auch in schwierigen Zeiten standhaft zu bleiben und auf Gottes Verheißungen zu vertrauen.
  3. Demut und Dankbarkeit:
    • Erkennen der eigenen Unzulänglichkeit: Die Einsicht, dass wir aus eigener Kraft nicht gerecht sein können und dass unsere einzige Hoffnung auf der Gerechtigkeit Jesu basiert, sollte uns zu Demut führen. Wir erkennen, dass wir täglich Gottes Gnade und Führung benötigen.
    • Dankbarkeit für Gottes Gnade: Diese Einsicht sollte uns auch zu tiefer Dankbarkeit für das Opfer Jesu und die Gnade Gottes führen. Dankbarkeit kann unser tägliches Leben prägen, indem wir Gott für seine unermessliche Liebe und Barmherzigkeit danken.
  4. Aktives Glaubensleben und Evangelisation:
    • Aktiver Glaube: Unser Wissen um die Endzeit und die zwei möglichen Ewigkeiten sollte uns zu einem aktiven Glaubensleben motivieren. Dies bedeutet, regelmäßig in der Bibel zu lesen, zu beten, Gemeinschaft mit anderen Gläubigen zu pflegen und unseren Glauben im Alltag zu leben.
    • Evangelisation und Zeugniss: Die Dringlichkeit der Botschaft von zwei Ewigkeiten sollte uns dazu anspornen, das Evangelium mit anderen zu teilen. Wir sollten bestrebt sein, unsere Mitmenschen auf die Liebe und Gerechtigkeit Gottes aufmerksam zu machen und sie zu ermutigen, Jesus als ihren Retter anzunehmen.
  5. Vertrauen in Gottes Plan:
    • Gottes Weisheit und Gerechtigkeit: Das Verständnis, dass Gott letztlich die Gerechtigkeit herstellt und das Böse endgültig besiegt, stärkt unser Vertrauen in seine Weisheit und Gerechtigkeit. Auch wenn wir nicht alle Antworten auf unsere Fragen im Leben haben, können wir sicher sein, dass Gott einen perfekten Plan hat.
    • Friedliches Leben: Dieses Vertrauen kann uns Frieden und Gelassenheit im Alltag schenken. Wir können uns auf Gottes Führung verlassen und wissen, dass er alle Dinge zum Guten führen wird.
Zusammenfassung:
Die Lehre von den zwei Ewigkeiten – ewiges Leben oder ewiger Tod – hat tiefgreifende Auswirkungen auf unser tägliches Leben und unseren Glauben. Sie erinnert uns an die Bedeutung unserer Entscheidungen, bietet Trost und Hoffnung in schwierigen Zeiten, führt zu Demut und Dankbarkeit, motiviert uns zu einem aktiven Glaubensleben und zur Evangelisation, und stärkt unser Vertrauen in Gottes Plan und Gerechtigkeit. Indem wir diese Wahrheiten in unser tägliches Leben integrieren, können wir ein erfülltes und sinnvolles Leben führen, das Gott ehrt und uns auf die ewige Gemeinschaft mit ihm vorbereitet.

Unsere einzige Hoffnung auf ewiges Leben liegt in der Gerechtigkeit Jesu, der uns durch seine Gnade rettet und uns vor dem verdienten Lohn der Sünde bewahrt.

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