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Lektion 5.Horizontale Sühne: Das Kreuz und die Gemeinde
Ein neues Verständnis von Einheit und Versöhnung
In dieser Lektion vertiefen wir unser Verständnis der horizontalen Sühne durch das Kreuz Christi und die Gemeinschaft der Gläubigen. Das Kreuz hat nicht nur vertikale Auswirkungen auf unsere Beziehung zu Gott, sondern es schafft auch eine neue Einheit und Versöhnung untereinander.
Wir reflektieren darüber, wie Jesus uns von geistlicher Ferne gerettet hat und ermutigen dazu, die Gnade und Versöhnung, die durch das Kreuz möglich sind, aktiv in unseren Beziehungen zu leben. Durch Christus werden Trennmauern zwischen verschiedenen Gruppen überwunden, und wir sind eingeladen, als Botschafter des Friedens zu dienen.
Schließlich erkennen wir die Gemeinschaft als Ort der Heiligkeit und des Wachstums, in dem Christus eine neue Einheit schafft. Diese Lektion fordert uns heraus, nach Einheit, Versöhnung und Heiligkeit in unserer Gemeinschaft zu streben, indem wir die horizontalen Auswirkungen des Kreuzes in unserem täglichen Leben leben.

5.1 In Christus nähergebracht
Die transformative Kraft der Erlösung
Vergleiche Epheser 2,1–3, die frühere Beschreibung der heidnischen Vergangenheit seiner Leser, mit Epheser 2,11–12. Was betont Paulus in dieser neuen Beschreibung ihrer Vergangenheit?
In Epheser 2,1–3 beschreibt Paulus die frühere geistliche Zustand der Heiden, bevor sie an Christus glaubten. Diese Beschreibung betont die Trennung und Entfremdung, die zwischen den Heiden und Gott sowie zwischen den Heiden und den Juden bestand. Die Heiden waren ohne Christus, das heißt, sie kannten nicht den Erlöser und Messias Israels. Sie waren ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und den Bundesschlüssen der Verheißung, was bedeutet, dass sie nicht Teil der auserwählten Gemeinschaft Gottes waren und nicht von den Verheißungen des Heils profitierten, die Gott seinem Volk gegeben hatte. Infolgedessen hatten sie keine Hoffnung und waren ohne Gott in der Welt.
Darüber hinaus waren die Heiden in eine tiefe Feindschaft mit den Juden verwickelt, die sich in Beschimpfungen und Verachtung äußerte. Die Juden nannten die Heiden abschätzig “Unbeschnittene”, während die Heiden die Juden als “Beschnittene” verspotteten. Diese feindselige Trennung zwischen den beiden Gruppen war ein Symptom ihrer geistlichen Entfremdung voneinander.
Doch in Epheser 2,11–12 verändert sich die Perspektive, als Paulus die Gläubigen an Christus erinnert, dass sie durch sein Blut nahe gebracht wurden. Durch das Opfer Jesu am Kreuz sind die einst fern stehenden Heiden jetzt mit Gott, der Hoffnung und ihren jüdischen Brüdern und Schwestern vereint. Diese Transformation ist eine Folge des gnädigen Handelns Gottes und des Opfers Jesu Christi für die Menschheit.
Die Erwähnung von Jesaja 57,19 betont die Vorstellung, dass das Kreuz Christi nicht nur die Trennung zwischen Juden und Heiden, sondern auch alle anderen Feindschaften und Trennungen heilen kann. Die Botschaft von Epheser 2 ist eine kraftvolle Erinnerung an die universelle Versöhnung und Erlösung, die durch das Kreuz möglich ist. Sie lädt uns ein, unsere eigenen Spaltungen und Feindschaften zu überdenken und die transformative Kraft des Evangeliums anzunehmen, die uns zur Einheit und Versöhnung führt.
Aus welchem Zustand hat Jesus dich erlöst? Warum könnte es wichtig sein, dich regelmäßig daran zu erinnern, wo du warst, als er dich fand, und wo du jetzt sein könntest, wenn er dich nicht gefunden hätte?
Jesus hat mich aus einem Zustand der geistlichen Ferne und Trennung erlöst. Bevor ich an Christus glaubte, war ich geistlich tot und von Gott getrennt. Ich kannte nicht die Hoffnung und das Heil, das durch Christus angeboten wird, und war ohne Gott in der Welt. Mein Leben war von Sünde und Entfremdung geprägt, ohne die Aussicht auf Vergebung und ewiges Leben.
Es ist wichtig, sich regelmäßig daran zu erinnern, wo ich war, als Jesus mich fand, und wo ich jetzt sein könnte, wenn er mich nicht gefunden hätte. Diese Erinnerung hilft mir, die Gnade und Barmherzigkeit Gottes zu schätzen und dankbar für seine rettende Liebe zu sein. Sie erinnert mich daran, dass ich ohne Jesus verloren gewesen wäre, aber durch sein Opfer am Kreuz gerettet wurde.
Diese Reflexion hilft mir auch, demütig zu bleiben und nicht in Selbstgerechtigkeit oder Stolz zu verfallen. Sie erinnert mich daran, dass ich auf Gottes Gnade angewiesen bin und nichts aus eigener Kraft erreichen kann. Außerdem motiviert sie mich, anderen von der rettenden Kraft Jesu zu erzählen und sie zur Annahme seines Evangeliums einzuladen, damit auch sie aus ihrem Zustand der Ferne und Trennung erlöst werden können.

Die Verbindung zwischen Epheser 2,1–3 und Epheser 2,11–12 verdeutlicht die transformative Kraft der Erlösung durch Jesus Christus. In Epheser 2,1–3 beschreibt Paulus den geistlichen Zustand der Heiden vor ihrer Bekehrung zu Christus: Sie waren geistlich tot, von Gott getrennt, ohne Hoffnung und ohne Gott in der Welt. Darüber hinaus waren sie in eine tiefe Feindschaft mit den Juden verwickelt, was sich in Beschimpfungen und Verachtung äußerte.
Jedoch zeigt Paulus in Epheser 2,11–12 eine neue Perspektive auf, nachdem die Heiden an Christus glaubten. Durch das Blut Christi wurden sie nahe zu Gott und den Verheißungen des Heils gebracht. Diese Transformation von Ferne zu Nähe ist das Ergebnis der Gnade Gottes und des Opfers Jesu Christi für die Menschheit. Es ist wichtig, sich regelmäßig an diesen erlösenden Akt zu erinnern, um die Gnade und Barmherzigkeit Gottes zu schätzen und dankbar für seine rettende Liebe zu sein.
Indem wir uns daran erinnern, aus welchem Zustand uns Jesus erlöst hat, bleiben wir demütig und erkennen unsere Abhängigkeit von Gottes Gnade. Es hilft uns auch, anderen von der rettenden Kraft Jesu zu erzählen und sie zur Annahme des Evangeliums einzuladen, damit auch sie aus ihrem Zustand der Ferne und Trennung erlöst werden können. Letztendlich lädt uns diese Reflexion dazu ein, die transformative Kraft des Evangeliums anzunehmen, die uns zur Einheit und Versöhnung führt.

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