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29.April 2024
TÄGLICHES BIBELLESEN – Hesekiel Kap.35
Das Gericht über Edom.
1Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach: 
2Du Menschenkind, richte dein Angesicht wider das Gebirge Seir und weissage dawider, 
3und sprich zu ihm: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will an dich, du Berg Seir, und meine Hand wider dich ausstrecken und will dich gar wüst machen. 
4Ich will deine Städte öde machen, daß du sollst zur Wüste werden und erfahren, daß ich der Herr bin. 
5Darum daß ihr ewige Feindschaft tragt wider die Kinder Israel und triebet sie ins Schwert zur Zeit, da es ihnen übel ging und ihre Missetat zum Ende gekommen war, 
6darum, so wahr ich lebe, spricht der Herr Herr, will ich dich auch blutend machen, und sollst dem Bluten nicht entrinnen; weil du Lust zum Blut hast, sollst du dem Bluten nicht entrinnen. 
7Und ich will den Berg Seir wüst und öde machen, daß niemand darauf wandeln noch gehen soll. 
8Und will sein Gebirge und alle Hügel, Täler und alle Gründe voll Toter machen, die durchs Schwert sollen erschlagen daliegen. 
9Ja, zu einer ewigen Wüste will ich dich machen, daß niemand in deinen Städten wohnen soll; und ihr sollt erfahren, daß ich der Herr bin.
10Und darum daß du sprichst: Diese beiden Völker mit beiden Ländern müssen mein werden, und wir wollen sie einnehmen – obgleich der Herr da wohnt –, 
11darum, so wahr ich lebe, spricht der Herr Herr, will ich nach deinem Zorn und Haß mit dir umgehen, wie du mit ihnen umgegangen bist aus lauter Haß, und will bei ihnen bekannt werden, wenn ich dich gestraft habe. 
12Und du sollst erfahren, daß ich, der Herr, all dein Lästern gehört habe, so du geredet hast wider die Berge Israels und gesagt: »Sie sind verwüstet und uns zu verderben gegeben.« 
13Und ihr habt euch wider mich gerühmt und heftig wider mich geredet; das habe ich gehört. 
14So spricht nun der Herr Herr: Ich will dich zur Wüste machen, daß sich alles Land freuen soll. 
15Und wie du dich gefreut hast über das Erbe des Hauses Israel, darum daß es wüst geworden, ebenso will ich mit dir tun, daß der Berg Seir wüst sein muß samt dem ganzen Edom; und sie sollen erfahren, daß ich der Herr bin.
Luther 1912Public Domain
Kommentar
In Hesekiel Kapitel 35 verkündet der Herr eine Weissagung gegen Edom und das Gebirge Seir. Aufgrund der anhaltenden Feindschaft Edoms gegenüber den Kindern Israels und ihrer Beteiligung an deren Leid und Untergang, kündigt Gott eine vernichtende Strafe an. Edom soll verödet und zu einer Wüste gemacht werden, ohne dass jemand darin wohnen kann. Ihre Städte werden zerstört und ihr Land verwüstet werden. Dies geschieht als Vergeltung für ihre Gewalttaten und ihre Lust am Blutvergießen. Gott erklärt, dass er die Verleumdungen Edoms gegenüber seinem Volk gehört hat und wird entsprechend handeln. So wie Edom sich über das Unglück des Hauses Israel gefreut hat, wird nun das gleiche Schicksal über Edom kommen. Diese Weissagung zeigt Gottes Gerechtigkeit und seine Treue zu seinem Volk, sowie sein Eingreifen gegenüber den Nationen, die sich gegen sein Volk erheben. Edom wird lernen, dass der Herr der Souverän ist und dass sein Gericht unweigerlich kommt für diejenigen, die sich gegen sein auserwähltes Volk erheben.

 

 

WÖCHENTLICHES LESEN DER GEIST DER PROPHEZEIUNG – Ellen White | Das Leben Jesu Kap.27 – “So du willst, kannst du mich wohl reinigen …”
Auf der Grundlage von Matthäus 8,2-4; Matthäus 9,1-8; Matthäus 8,32-43; Markus 1,40-45; Markus 2,1-12; Lukas 5,12-28.
Hier online lesen.

 

Kommentar 
Dieses Kapitel beschreibt ein außergewöhnliches Ereignis in der Heilung eines Aussätzigen durch Jesus. Die Aussatzkrankheit galt als eine der furchtbarsten Krankheiten im Orient, geprägt von Ansteckungsgefahr und als Zeichen göttlicher Strafe für Sünde betrachtet. Der Aussätzige wurde von der Gemeinschaft ausgeschlossen und galt als unrein, sein Kontakt wurde gemieden.
Der Glaube des Aussätzigen, trotz seiner Isolation und Verzweiflung zu Jesus zu gelangen, ist bewegend. Seine Bitte um Heilung und Jesu sofortige Antwort offenbaren die Macht und Barmherzigkeit Christi. Die Heilung geht jedoch über die körperliche Ebene hinaus; sie symbolisiert die Reinigung der Seele von Sünde und Schuld. Jesus zeigt, dass er nicht nur die physischen Leiden lindert, sondern auch die geistigen.
Die Reaktionen der Umstehenden, von Bewunderung bis hin zu Furcht und Misstrauen, spiegeln die verschiedenen Haltungen gegenüber Jesus wider. Während einige die göttliche Macht erkennen und preisen, bleiben andere in ihrem Unglauben und ihrer Feindschaft verhaftet. Jesus zeigt durch solche Wunder seine Liebe und sein Erbarmen, aber auch die Notwendigkeit eines Glaubens, der über äußere Erscheinungen hinausgeht.

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