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03.Mai 2024
TÄGLICHES BIBELLESEN – Hesekiel Kap.39
Der Untergang Gogs.
1Und du, Menschenkind, weissage wider Gog und sprich: Also spricht der Herr Herr: Siehe, ich will an dich, Gog, der du der oberste Fürst bist in Mesech und Thubal. 
2Siehe, ich will dich herumlenken und locken und aus den Enden von Mitternacht bringen und auf die Berge Israels kommen lassen. 
3Und will dir den Bogen aus deiner linken Hand schlagen und deine Pfeile aus deiner rechten Hand werfen. 
4Auf den Bergen Israels sollst du niedergelegt werden, du mit allem deinem Heer und mit dem Volk, das bei dir ist. Ich will dich den Vögeln, woher sie fliegen, und den Tieren auf dem Felde zu fressen geben. 
5Du sollst auf dem Felde darniederliegen; denn ich, der Herr Herr, habe es gesagt. 
6Und ich will Feuer werfen über Magog und über die, so in den Inseln sicher wohnen; und sollen’s erfahren, daß ich der Herr bin. 
7Denn ich will meinen heiligen Namen kundmachen unter meinem Volk Israel und will meinen heiligen Namen nicht länger schänden lassen; sondern die Heiden sollen erfahren, daß ich der Herr bin, der Heilige in Israel.
8Siehe, es ist gekommen und geschehen, spricht der Herr Herr; das ist der Tag, davon ich geredet habe. 
9Und die Bürger in den Städten Israels werden herausgehen und Feuer machen und verbrennen die Waffen, Schilde, Tartschen, Bogen, Pfeile, Keulen und langen Spieße; und sie werden sieben Jahre lang Feuer damit machen, 
10daß sie nicht müssen Holz auf dem Felde holen noch im Walde hauen, sondern von den Waffen werden sie Feuer machen; und sollen die berauben, von denen sie beraubt sind, und plündern, von denen sie geplündert sind, spricht der Herr Herr. 
11Und soll zu der Zeit geschehen, da will ich Gog einen Ort geben zum Begräbnis in Israel, nämlich das Tal, da man geht am Meer gegen Morgen, also daß die, so vorübergehen, sich davor scheuen werden, weil man daselbst Gog mit seiner Menge begraben hat; und soll heißen »Gogs Haufental«. 
12Es wird sie aber das Haus Israel begraben sieben Monden lang, damit das Land gereinigt werde. 
13Ja, alles Volk im Lande wird an ihnen zu begraben haben, und sie werden Ruhm davon haben des Tages, da ich meine Herrlichkeit erzeige, spricht der Herr Herr. 
14Und sie werden Leute aussondern, die stets im Lande umhergehen und mit ihnen die Totengräber, zu begraben die übrigen auf dem Lande, auf daß es gereinigt werde; nach sieben Monden werden sie forschen. 
15Und die, so im Lande umhergehen und eines Menschen Gebein sehen, werden dabei ein Mal aufrichten, bis es die Totengräber auch in Gogs Haufental begraben. 
16So soll auch die Stadt heißen Hamona. Also werden sie das Land reinigen.
17Nun, du Menschenkind, so spricht der Herr Herr: Sage allen Vögeln, woher sie fliegen, und allen Tieren auf dem Felde: Sammelt euch und kommt her, findet euch allenthalben zuhauf zu meinem Schlachtopfer, das ich euch schlachte – ein großes Schlachtopfer auf den Bergen Israels –, und fresset Fleisch und saufet Blut! 
18Fleisch der Starken sollt ihr fressen, und Blut der Fürsten auf Erden sollt ihr saufen, der Widder, der Hammel, der Böcke, der Ochsen, die allzumal feist und wohl gemästet sind. 
19Und sollt das Fett fressen, daß ihr voll werdet, und das Blut saufen, daß ihr trunken werdet, von dem Schlachtopfer, das ich euch schlachte. 
20Sättiget euch nun an meinem Tisch von Rossen und Reitern, von Starken und allerlei Kriegsleuten, spricht der Herr Herr. 
21Und ich will meine Herrlichkeit unter die Heiden bringen, daß alle Heiden sehen sollen mein Urteil, das ich habe ergehen lassen, und meine Hand, die ich an sie gelegt habe, 
22und also das Haus Israel erfahre, daß ich der Herr, ihr Gott, bin von dem Tage an und hinfürder, 
23und die Heiden erfahren, wie das Haus Israel um seiner Missetat willen sei weggeführt. Weil sie sich an mir versündigt hatten, darum habe ich mein Angesicht vor ihnen verborgen und habe sie übergeben in die Hände ihrer Widersacher, daß sie allzumal durchs Schwert fallen mußten. 
24Ich habe ihnen getan, wie ihre Sünde und Übertretung verdient haben, und also mein Angesicht vor ihnen verborgen.
Israels Heimführung.
25Darum so spricht der Herr Herr: Nun will ich das Gefängnis Jakobs wenden und mich des ganzen Hauses Israel erbarmen und um meinen heiligen Namen eifern. 
26Sie aber werden ihre Schmach und alle ihre Sünde, damit sie sich an mir versündigt haben, tragen, wenn sie nun sicher in ihrem Lande wohnen, daß sie niemand schrecke, 
27und ich sie wieder aus den Völkern gebracht und aus den Landen ihrer Feinde versammelt habe und ich an ihnen geheiligt worden bin vor den Augen vieler Heiden. 
28Also werden sie erfahren, daß ich, der Herr, ihr Gott bin, der ich sie habe lassen unter die Heiden wegführen und wiederum in ihr Land versammeln und nicht einen von ihnen dort gelassen habe. 
29Und ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich habe meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen, spricht der Herr Herr.
Luther 1912Public Domain

 

Kommentar
Hesekiel Kapitel 39 setzt die Weissagung über den Untergang von Gog fort und offenbart Israels Wiederkehr unter Gottes Herrschaft. Gott kündigt an, dass er Gog und seine Streitmacht auf den Bergen Israels niederschlagen wird, und ihre Überreste den Vögeln und Tieren zum Fraß geben wird, um seine heilige Herrschaft zu demonstrieren. Diese Prophezeiung betont Gottes Entschlossenheit, seinen heiligen Namen vor den Nationen zu erheben und seinen Bund mit Israel zu erfüllen. Nach Gogs Niederlage wird Israel die Waffen ihrer Feinde sieben Jahre lang verbrennen, und das Land wird gereinigt werden. Gottes Souveränität wird klar werden, wenn er seine Herrlichkeit unter den Nationen offenbart und Israel aus der Gefangenschaft befreit. Er wird sein Volk nicht mehr verlassen, sondern ihnen seinen Geist geben und sie in ihr Land zurückbringen, um für immer in seiner Nähe zu wohnen. Diese Weissagung spricht von Gottes unerschütterlicher Treue zu seinem Volk und seiner unermesslichen Gnade, die die Sünden und das Leiden Israels überwindet.

 

 

WÖCHENTLICHES LESEN DER GEIST DER PROPHEZEIUNG – Ellen White | Das Leben Jesu Kap.27 – “So du willst, kannst du mich wohl reinigen …”
Auf der Grundlage von Matthäus 8,2-4; Matthäus 9,1-8; Matthäus 8,32-43; Markus 1,40-45; Markus 2,1-12; Lukas 5,12-28.
Hier online lesen.

 

Kommentar 
Dieses Kapitel beschreibt ein außergewöhnliches Ereignis in der Heilung eines Aussätzigen durch Jesus. Die Aussatzkrankheit galt als eine der furchtbarsten Krankheiten im Orient, geprägt von Ansteckungsgefahr und als Zeichen göttlicher Strafe für Sünde betrachtet. Der Aussätzige wurde von der Gemeinschaft ausgeschlossen und galt als unrein, sein Kontakt wurde gemieden.
Der Glaube des Aussätzigen, trotz seiner Isolation und Verzweiflung zu Jesus zu gelangen, ist bewegend. Seine Bitte um Heilung und Jesu sofortige Antwort offenbaren die Macht und Barmherzigkeit Christi. Die Heilung geht jedoch über die körperliche Ebene hinaus; sie symbolisiert die Reinigung der Seele von Sünde und Schuld. Jesus zeigt, dass er nicht nur die physischen Leiden lindert, sondern auch die geistigen.
Die Reaktionen der Umstehenden, von Bewunderung bis hin zu Furcht und Misstrauen, spiegeln die verschiedenen Haltungen gegenüber Jesus wider. Während einige die göttliche Macht erkennen und preisen, bleiben andere in ihrem Unglauben und ihrer Feindschaft verhaftet. Jesus zeigt durch solche Wunder seine Liebe und sein Erbarmen, aber auch die Notwendigkeit eines Glaubens, der über äußere Erscheinungen hinausgeht.

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