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11.2 Ratschlag für Eltern
Göttliche Anleitung für liebevolle Erziehung
Vergleiche Epheser 6,4 mit Kolosser 3,21. Welche Motivation liefert Kolosser 3,21 dafür, die eigenen Kinder nicht zu verärgern?
Der Vergleich zwischen Epheser 6,4 und Kolosser 3,21 zeigt, wie Paulus den Umgang mit Kindern neu gestaltet und von den damaligen gesellschaftlichen Normen abweicht. In Kolosser 3,21 heißt es: “Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, damit sie nicht mutlos werden.” Dieser Vers ermutigt die Väter, ihre Kinder nicht durch übermäßige Strenge oder autoritäre Maßnahmen zu verärgern, da dies die Kinder entmutigen und zu Mutlosigkeit führen könnte.
Im Vergleich dazu betont Epheser 6,4: “Und ihr, Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.” Hier fordert Paulus die Väter auf, ihre Kinder nicht nur vor Zorn zu bewahren, sondern sie auch in der “Zucht und Ermahnung des Herrn” zu erziehen. Dies bedeutet, dass die Erziehung der Kinder in Übereinstimmung mit den Lehren und Prinzipien Christi erfolgen sollte.
Paulus lehnt die Idee ab, dass elterliche Autorität durch Gewalt oder übermäßige Strenge ausgeübt werden sollte, wie es in einigen zeitgenössischen Schriften empfohlen wurde. Stattdessen betont er die Bedeutung eines liebevollen und respektvollen Umgangs mit den Kindern, der darauf abzielt, sie in einem Umfeld der Zucht und Ermahnung zu erziehen, das von den Lehren Jesu geprägt ist.
Die Motivation für dieses Verhalten liegt nicht nur darin, dass reizbare Kinder mutlos werden könnten, sondern auch in der höheren Loyalität gegenüber Christus. Paulus ermutigt die Väter, ihre Kinder auf eine Weise zu erziehen, die ihrem spirituellen Wachstum förderlich ist und sie dazu befähigt, die Lehren des Herrn anzunehmen und zu leben.
Ellen White, eine adventistische Schriftstellerin, unterstreicht diesen Punkt und betont, dass die elterliche Autorität im Einklang mit der göttlichen Liebe und Barmherzigkeit ausgeübt werden sollte. Es geht darum, die Kinder in einer Atmosphäre der Liebe und des Respekts zu erziehen, die von Gottes Gesinnung geprägt ist, anstatt durch Angst oder Zwang.
Auch wenn sich der Kontext der Lektion hier mit Eltern und Kindern befasst: Welche Grundsätze können aus diesen Texten entnommen werden, die sich darauf auswirken sollten, wie wir mit allen anderen Menschen umgehen?
Aus den Texten in Epheser 6,4 und Kolosser 3,21, die sich mit dem Umgang zwischen Eltern und Kindern befassen, lassen sich Grundsätze ableiten, die sich auch auf unsere Beziehungen zu anderen Menschen auswirken sollten:
  1. Liebevolle Führung: Statt Autorität durch Strenge oder Gewalt auszuüben, sollten wir liebevoll führen und anderen mit Respekt und Freundlichkeit begegnen. Dies schließt ein, dass wir die Bedürfnisse und Gefühle anderer respektieren und ihre Entwicklung fördern, anstatt sie zu verärgern oder zu demütigen.
  2. Geduld und Verständnis: Wir sollten Geduld mit anderen haben und verstehen, dass jeder seine eigenen Herausforderungen und Schwierigkeiten hat. Anstatt impulsiv zu reagieren oder andere zur Verzweiflung zu treiben, sollten wir uns bemühen, Verständnis und Mitgefühl zu zeigen.
  3. Ermutigung und Aufbau: Anstatt andere zu entmutigen oder niederzumachen, sollten wir sie ermutigen und aufbauen. Durch positive Worte und Taten können wir dazu beitragen, dass andere ihr volles Potenzial entfalten und ein erfülltes Leben führen können.
  4. Lehren und Erziehen: Ähnlich wie Eltern ihre Kinder in der Zucht und Ermahnung des Herrn erziehen sollen, sollten wir auch anderen helfen, sich geistig, emotional und moralisch weiterzuentwickeln. Wir können durch unser Beispiel und unsere Anleitung dazu beitragen, dass andere wachsen und reifen.
  5. Höhere Loyalität: Letztendlich sollten wir in all unseren Beziehungen eine höhere Loyalität gegenüber Christus und seinen Lehren zeigen. Dies bedeutet, dass wir uns bemühen sollten, in Übereinstimmung mit den Prinzipien der Liebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit zu handeln, die Jesus gelehrt hat.
Indem wir diese Grundsätze in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen anwenden, können wir dazu beitragen, eine Atmosphäre der Harmonie, Unterstützung und gegenseitigen Wertschätzung zu schaffen, die das Wohl aller fördert und dazu beiträgt, dass Gottes Liebe in der Welt sichtbar wird.

Die Verbindung zwischen dem Ratschlag für Eltern in Epheser 6,4 und Kolosser 3,21 mit unserem Alltagsleben und Glauben liegt in der Art und Weise, wie wir unsere zwischenmenschlichen Beziehungen gestalten und wie wir uns anderen gegenüber verhalten sollten:
  1. Liebevolle Führung: Wir sollten nicht nur als Eltern, sondern auch als Mitmenschen liebevoll führen. Statt autoritär oder gewaltsam zu handeln, sollten wir Respekt und Freundlichkeit zeigen, um ein harmonisches Umfeld zu schaffen, das von Liebe geprägt ist.
  2. Geduld und Verständnis: Genauso wie Eltern Geduld mit ihren Kindern haben sollen, sollten auch wir Geduld mit anderen haben. Jeder durchlebt seine eigenen Herausforderungen, und es ist wichtig, Verständnis und Mitgefühl zu zeigen, anstatt schnell zu urteilen oder zu verurteilen.
  3. Ermutigung und Aufbau: Wir sollten nicht nur darauf achten, unsere eigenen Kinder zu ermutigen und aufzubauen, sondern auch anderen Menschen gegenüber ermutigend und aufbauend sein. Durch positive Worte und Taten können wir dazu beitragen, dass andere ihr Potenzial entfalten und ein erfülltes Leben führen können.
  4. Lehren und Erziehen: Ähnlich wie Eltern ihre Kinder in der Zucht und Ermahnung des Herrn erziehen sollen, können wir anderen helfen, sich geistig, emotional und moralisch weiterzuentwickeln. Wir können durch unser Beispiel und unsere Anleitung dazu beitragen, dass andere wachsen und reifen.
  5. Höhere Loyalität: Unsere höchste Loyalität sollte letztendlich Christus gelten, und dies sollte sich in unseren Beziehungen zu anderen widerspiegeln. Wir sollten uns darum bemühen, nach den Prinzipien der Liebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit zu handeln, die Jesus gelehrt hat, und so dazu beitragen, dass Gottes Liebe in der Welt sichtbar wird.
Indem wir diese Grundsätze in unserem täglichen Leben umsetzen und sie auf unsere Beziehungen zu anderen Menschen anwenden, können wir dazu beitragen, eine Atmosphäre der Harmonie, des Respekts und der gegenseitigen Unterstützung zu schaffen, die das Wohl aller fördert und dazu beiträgt, Gottes Liebe in der Welt zu verbreiten.

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