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5.3 Unser Vorwand: Unannehmlichkeiten
Überwindung von Unannehmlichkeiten: Die Macht der Mission trotz Widerständen
Lies Jona 3. Wie reagierte das Volk auf das, was Jona gepredigt hatte? Welche Lehren können wir daraus für das Zeugnisgeben ziehen?
In Jona 3 erfahren wir, dass das Volk von Ninive auf das predigte, was Jona ihnen verkündete, mit aufrichtiger Reue und Umkehr reagierte. Sogar der König von Ninive legte seine königlichen Gewänder ab, bedeckte sich mit einem Bußgewand und setzte sich in Asche. Er befahl seinem Volk, sich von ihren bösen Wegen abzuwenden und auf Gott zu hoffen, in der Hoffnung, dass Gott sich möglicherweise über ihre Reue erbarmen würde.
Aus dieser Geschichte können wir mehrere Lehren für das Zeugnisgeben ziehen:
  1. Gehorsam gegenüber Gottes Auftrag: Jona predigte, was Gott ihm aufgetragen hatte, auch wenn es ihm persönlich missfiel. Unser Zeugnis sollte von Gehorsam gegenüber Gottes Wort geprägt sein, auch wenn es unbequem oder herausfordernd sein mag.
  2. Demut und Überwindung von Vorurteilen: Jona musste seine Vorurteile gegenüber den Niniviten überwinden, um ihnen die Botschaft Gottes zu verkünden. Wir müssen bereit sein, unsere Vorurteile und Vorannahmen über andere Menschen oder Gruppen zu überwinden, um sie mit der Liebe und Gnade Gottes zu erreichen.
  3. Investition von Zeit und Energie: Mission erfordert Zeit, emotionale Energie und Engagement. Wir müssen bereit sein, uns in das Leben anderer zu investieren und sie auf ihrem geistlichen Weg zu begleiten, auch wenn es anstrengend sein kann.
  4. Opferbereitschaft: Die Missionsarbeit erfordert oft finanzielle Opfer und die Bereitschaft, Ressourcen für den Dienst am Reich Gottes einzusetzen. Wir sollten bereit sein, unsere Einstellung zu Geld und dessen Verwendung zu ändern, um die Mission Gottes voranzutreiben.
Trotz der Unvollkommenheiten von Jona und seiner anfänglichen Zögerlichkeit ergriff Gott die Gelegenheit und wirkte mächtig durch das Zeugnis des Propheten. Diese Geschichte ermutigt uns, unseren Glauben mutig zu teilen und uns von Gott gebrauchen zu lassen, um Menschen zur Umkehr und zur Beziehung mit ihm zu führen.
Welches Opfer bittet Gott dich zu bringen, um einem anderen Menschen ­seine Liebe weiterzugeben? Wie sehr vertraust du darauf, dass er sein Versprechen erfüllen wird, dein Leben durch ein Opfer zu bereichern?
Das Opfer, das Gott möglicherweise von mir verlangt, um einem anderen Menschen seine Liebe weiterzugeben, könnte Zeit, finanzielle Ressourcen, emotionale Unterstützung oder sogar persönliche Bequemlichkeit umfassen. Es könnte bedeuten, meine eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen, um für jemand anderen da zu sein, oder einen Teil meiner eigenen Komfortzone zu verlassen, um jemand anderem zu dienen. Es könnte auch bedeuten, meine eigenen Vorurteile und Ängste zu überwinden, um einer Person zu helfen, die ich vielleicht nicht sofort verstehen oder akzeptieren würde.
Das Vertrauen darauf, dass Gott sein Versprechen erfüllen wird, mein Leben durch ein Opfer zu bereichern, hängt davon ab, wie fest ich auf Gottes Zusagen vertraue und wie sehr ich bereit bin, ihm zu gehorchen. Wenn ich mich bewusst dafür entscheide, Gottes Führung zu folgen und das Opfer zu bringen, das er von mir verlangt, dann kann ich darauf vertrauen, dass er mein Leben auf unerwartete und segensreiche Weise bereichern wird.
Das bedeutet nicht unbedingt, dass das Opfer leicht sein wird oder dass ich sofort die Früchte meiner Entscheidung sehen werde. Aber es bedeutet, dass ich darauf vertraue, dass Gott treu ist und dass er seine Versprechen hält. Indem ich mich auf Gottes Führung verlasse und ihm gehorche, kann ich sicher sein, dass er mein Leben auf wunderbare Weise gestalten wird, auch wenn es Opfer erfordert.
Die Verbindung mit unserem Alltagsleben und Glauben liegt darin, dass wir uns oft von verschiedenen Vorwänden davon abhalten lassen, Gottes Mission in unserem Leben zu erfüllen. Wir können Ängste haben, falsche Vorstellungen über Gottes Erwartungen haben, Unannehmlichkeiten vermeiden wollen oder unangenehmen Konfrontationen ausweichen. Doch wie die Geschichte von Jona zeigt, können wir durch Gehorsam, Demut, Investition von Zeit und Energie sowie Opferbereitschaft die Hindernisse überwinden, die uns davon abhalten, Gottes Ruf anzunehmen.
Wir müssen bereit sein, unsere Komfortzone zu verlassen, unsere Vorurteile zu überwinden und uns von Gottes Geist leiten zu lassen, um die Menschen um uns herum mit der Liebe und Botschaft Gottes zu erreichen. Die Lehren aus Jonas Geschichte ermutigen uns, mutig zu sein, unseren Glauben zu teilen, und darauf zu vertrauen, dass Gott durch uns wirken wird, um andere zu erreichen und zu verändern.

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