📅 19.November 2025
📚 GLAUBE SEINEN PROPHETEN
📖 Tägliches Bibellesen
⚖️ Richter 6 – Gideon – Vom Verborgenen zum Berufenen
✨ Wie Gott einen zaghaften Mann zum Werkzeug der Befreiung macht
📜 Bibeltext – Richter 6 (Luther 1912)
Israel von den Midianitern bedrängt
1Und da die Kinder Israel übel taten vor dem Herrn, gab sie der Herr unter die Hand der Midianiter sieben Jahre. 2Und da der Midianiter Hand zu stark ward über Israel, machten die Kinder Israel für sich Klüfte in den Gebirgen und Höhlen und Festungen. 3Und wenn Israel etwas säte, so kamen die Midianiter und Amalekiter und die aus dem Morgenlande herauf über sie 4und lagerten sich wider sie und verderbten das Gewächs auf dem Lande bis hinan gen Gaza und ließen nichts übrig von Nahrung in Israel, weder Schafe noch Ochsen noch Esel. 5Denn sie kamen herauf mit ihrem Vieh und Hütten wie eine große Menge Heuschrecken, daß weder sie noch ihre Kamele zu zählen waren, und fielen ins Land, daß sie es verderbten. 6Also ward Israel sehr gering vor den Midianitern. Da schrieen die Kinder Israel zu dem Herrn.
7Als sie aber zu dem Herrn schrieen um der Midianiter willen, 8sandte der Herr einen Propheten zu ihnen, der sprach zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe euch aus Ägypten geführt und aus dem Diensthause gebracht 9und habe euch errettet von der Ägypter Hand und von der Hand aller, die euch drängten, und habe sie vor euch her ausgestoßen und ihr Land euch gegeben 10und sprach zu euch: Ich bin der Herr, euer Gott; fürchtet nicht der Amoriter Götter, in deren Lande ihr wohnet. Und ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht:
Gideon zum Richter berufen
11Und der Engel des Herrn kam und setzte sich unter eine Eiche zu Ophra, die war des Joas, des Abiesriters; und sein Sohn Gideon drosch Weizen in der Kelter, daß er ihn bärge vor den Midianitern. 12Da erschien ihm der Engel des Herrn und sprach zu ihm: Der Herr mit dir, du streitbarer Held! 13Gideon aber sprach zu ihm: Mein Herr, ist der Herr mit uns, warum ist uns denn solches alles widerfahren? Und wo sind alle seine Wunder, die uns unsre Väter erzählten und sprachen: Der Herr hat uns aus Ägypten geführt? Nun aber hat uns der Herr verlassen und unter der Midianiter Hände gegeben. 14Der Herr aber wandte sich zu ihm und sprach: Gehe hin in dieser deiner Kraft; du sollst Israel erlösen aus der Midianiter Händen. Siehe, ich habe dich gesandt. 15Er aber sprach zu ihm: Mein Herr, womit soll ich Israel erlösen? Siehe, meine Freundschaft ist die geringste in Manasse, und ich bin der Kleinste in meines Vaters Hause. 16Der Herr aber sprach zu ihm: Ich will mit dir sein, daß du die Midianiter schlagen sollst wie einen einzelnen Mann.
17Er aber sprach zu ihm: Habe ich Gnade vor dir gefunden, so mache mir doch ein Zeichen, daß du es seist, der mit mir redet; 18weiche nicht, bis ich zu dir komme und bringe mein Speisopfer und es vor dir hinlege. Er sprach: Ich will bleiben, bis daß du wiederkommst. 19Und Gideon kam und richtete zu ein Ziegenböcklein und ein Epha ungesäuerten Mehls und legte das Fleisch in einen Korb und tat die Brühe in einen Topf und brachte es zu ihm heraus unter die Eiche und trat herzu. 20Aber der Engel Gottes sprach zu ihm: Nimm das Fleisch und das Ungesäuerte und lege es hin auf den Fels, der hier ist, und gieß die Brühe aus. Und er tat also. 21Da reckte der Engel des Herrn den Stecken aus, den er in der Hand hatte, und rührte mit der Spitze das Fleisch und das Ungesäuerte an. Und das Feuer fuhr aus dem Fels und verzehrte das Fleisch und das Ungesäuerte. Und der Engel des Herrn verschwand aus seinen Augen.
22Da nun Gideon sah, daß es der Engel des Herrn war, sprach er: Ach Herr Herr! habe ich also den Engel des Herrn von Angesicht gesehen? 23Aber der Herr sprach zu ihm: Friede sei mit dir! Fürchte dich nicht; du wirst nicht sterben. 24Da baute Gideon daselbst dem Herrn einen Altar und hieß ihn: Der Herr ist der Friede. Der steht noch bis auf den heutigen Tag zu Ophra, der Stadt der Abiesriter.
Gideons Eifer für Gott
25Und in derselben Nacht sprach der Herr zu ihm: Nimm einen Farren unter den Ochsen, die deines Vaters sind, und einen andern Farren, der siebenjährig ist, und zerbrich den Altar Baals, der deines Vaters ist, und haue ab das Ascherabild, das dabeisteht, 26und baue dem Herrn, deinem Gott, oben auf der Höhe dieses Felsens einen Altar und rüste ihn zu und nimm den andern Farren und opfere ein Brandopfer mit dem Holz des Ascherabildes, das du abgehauen hast.
27Da nahm Gideon zehn Männer aus seinen Knechten und tat, wie ihm der Herr gesagt hatte. Aber er fürchtete sich, solches zu tun des Tages, vor seines Vaters Haus und den Leuten in der Stadt, und tat’s bei der Nacht. 28Da nun die Leute in der Stadt des Morgens früh aufstanden, siehe, da war der Altar Baals zerbrochen und das Ascherabild dabei abgehauen und der andere Farre ein Brandopfer auf dem Altar, der gebaut war. 29Und einer sprach zu dem andern: Wer hat das getan? Und da sie suchten und nachfragten, ward gesagt: Gideon, der Sohn des Joas, hat das getan.
30Da sprachen die Leute der Stadt zu Joas: Gib deinen Sohn heraus; er muß sterben, daß er den Altar Baals zerbrochen und das Ascherabild dabei abgehauen hat. 31Joas aber sprach zu allen, die bei ihm standen: Wollt ihr um Baal hadern? Wollt ihr ihm helfen? Wer um ihn hadert, der soll dieses Morgens sterben. Ist er Gott, so rechte er um sich selbst, daß sein Altar zerbrochen ist. 32Von dem Tag an hieß man ihn Jerubbaal und sprach: Baal rechte mit ihm, daß er seinen Altar zerbrochen hat.
Gideons Zurüstung zum Kampf
33Da nun alle Midianiter und Amalekiter und die aus dem Morgenland sich zuhauf versammelt hatten und zogen herüber und lagerten sich im Grunde Jesreel, 34erfüllte der Geist des Herrn den Gideon; und er ließ die Posaune blasen und rief die Abiesriter, daß sie ihm folgten, 35und sandte Botschaft zu ganz Manasse und rief sie an, daß sie ihm auch nachfolgten. Er sandte auch Botschaft zu Asser und Sebulon und Naphthali; die kamen herauf, ihm entgegen.
36Und Gideon sprach zu Gott: Willst du Israel durch meine Hand erlösen, wie du geredet hast, 37so will ich ein Fell mit der Wolle auf die Tenne legen. Wird der Tau auf dem Fell allein sein und die ganze Erde umher trocken, so will ich merken, daß du Israel erlösen wirst durch meine Hand, wie du geredet hast. 38Und es geschah also. Und da er des andern Morgens früh aufstand, drückte er den Tau aus vom Fell und füllte eine Schale voll des Wassers. 39Und Gideon sprach zu Gott: Dein Zorn ergrimme nicht wider mich, daß ich noch einmal rede. Ich will’s nur noch einmal versuchen mit dem Fell. Es sei allein auf dem Fell trocken und Tau auf der ganzen Erde. 40Und Gott tat also dieselbe Nacht, daß es trocken war allein auf dem Fell und Tau auf der ganzen Erde.
══════════════════════════════════════════════
🔵 Einleitung
Manchmal beruft Gott gerade diejenigen, die sich selbst als ungeeignet oder zu schwach empfinden. Gideon ist solch ein Mann: ängstlich, zweifelnd, unsicher. Doch Gott sieht nicht nur, was ein Mensch ist — sondern was er durch Ihn werden kann. Diese Geschichte zeigt eindrücklich, wie Gott mit Geduld, Zeichen und Kraft Vertrauen aufbaut und einen einfachen Mann in eine geistliche Leiterschaft ruft.
══════════════════════════════════════════════
🟡 Kommentar
⬜ 1. Das Elend Israels und der Schrei nach Hilfe (Verse 1–10)
-
Israel tut wieder, was böse ist vor dem Herrn – Folge: Unterdrückung durch die Midianiter.
-
Das Volk versteckt sich, leidet unter Raub und Zerstörung.
-
In ihrer Not schreien sie zum Herrn.
-
Gott sendet einen Propheten – eine erste geistliche Antwort: Erinnerung an Befreiung, aber auch an ihren Ungehorsam.
👉 Lehre: Gott antwortet nicht immer sofort mit Handlung, sondern mit Wahrheit.
⬜ 2. Gideons Berufung – Der Ruf des Unwahrscheinlichen (Verse 11–24)
-
Gideon versteckt sich beim Dreschen – aus Angst.
-
Der Engel des Herrn erscheint: „Der Herr mit dir, du streitbarer Held!“
-
Gideon zweifelt: Wenn Gott mit uns ist, warum dann all das Leid?
-
Gott sieht nicht Gideons Schwäche, sondern Seine eigene Kraft in ihm.
-
Gideon bittet um ein Zeichen — Gott antwortet mit Feuer vom Felsen.
-
Gideon erkennt Gottes Gegenwart und baut einen Altar: „Der Herr ist Frieden.“
👉 Lehre: Gott ruft nicht die Fähigsten, sondern macht die Berufenen fähig.
⬜ 3. Der erste Auftrag: Reinigung des eigenen Hauses (Verse 25–32)
-
Gideon soll den Baalsaltar seines Vaters zerstören und stattdessen einen Altar für den Herrn errichten.
-
Aus Angst handelt er bei Nacht, aber er gehorcht.
-
Die Stadt will ihn töten – doch sein Vater verteidigt ihn: „Wenn Baal ein Gott ist, soll er für sich selbst kämpfen.“
-
Gideon erhält einen neuen Namen: Jerubbaal – „Baal soll mit ihm rechten“.
👉 Lehre: Wahre Nachfolge beginnt mit klarer Abgrenzung von Götzen – auch im eigenen Haus.
⬜ 4. Gottes Geist erfüllt Gideon – und er sammelt das Volk (Verse 33–35)
-
Die Feinde versammeln sich erneut.
-
Der Geist des Herrn kommt über Gideon.
-
Er bläst die Posaune, ruft Stämme zusammen – die Menschen folgen ihm.
👉 Lehre: Gottes Berufung führt zur Ausrüstung – und öffnet Türen, die vorher verschlossen waren.
⬜ 5. Das Zeichen mit dem Fell – Gideons Kampf mit dem Zweifel (Verse 36–40)
-
Trotz aller Zeichen bittet Gideon erneut um Bestätigung.
-
Gott reagiert geduldig: Einmal ist das Fell nass, die Erde trocken – dann umgekehrt.
-
Gott geht auf Gideons Unsicherheit ein – nicht mit Zorn, sondern mit Gnade.
👉 Lehre: Gott kennt unser Herz. Echter Zweifel darf ins Gebet gebracht werden.
══════════════════════════════════════════════
🟢 Zusammenfassung
Richter 6 erzählt die Geschichte eines schwachen Mannes in einer schweren Zeit. Gideon lebt versteckt, voller Angst – doch Gott begegnet ihm mit einer starken Verheißung. Schritt für Schritt führt Gott Gideon in den Glauben hinein: mit Zeichen, Aufträgen, Bewährung und dem Wirken des Heiligen Geistes. Was mit Schwäche beginnt, endet in Vertrauen und Berufung.
══════════════════════════════════════════════
📢 Botschaft für uns heute
-
Gott gebraucht gewöhnliche Menschen – sogar solche, die voller Zweifel sind.
-
Wahre Erweckung beginnt zu Hause: Der erste Auftrag gilt Gideons Vaterhaus.
-
Gottes Berufung geht mit Verantwortung einher – aber auch mit Seiner Gegenwart.
-
Zweifel sind erlaubt – wenn sie im Gebet vor Gott gebracht werden.
-
Der Friede Gottes beginnt dort, wo wir uns von Götzen trennen.
══════════════════════════════════════════════
💬 Gedankenimpuls
🔍 Was hindert mich daran, Gottes Berufung für mein Leben anzunehmen?
💡 Wo verberge ich mich aus Angst – statt in Gottes Kraft zu gehen?
🛠️ Welche „Altäre“ in meinem Leben müssen niedergerissen werden?
🙏 Vertraue ich, dass Gott meine Schwäche kennt – und mich dennoch senden kann?
~~~~~ ⚖️ ~~~~~
📆16 – 22 November 2025
📚 GLAUBE SEINEN PROPHETEN
📖 Wöchentliches Lesen der Geist der Prophezeiung
📘 Ellen White | Patriarchen und Propheten – Kapitel 41
🔥 Der Abfall am Jordan | Warnung vor geistlichem Abfall und moralischer Verführung
🌐 Hier online lesen
🔵 Einleitung
Das Volk Israel stand unmittelbar an der Grenze zum verheißenen Land. Nach großen Siegen und göttlicher Führung lag die ersehnte Heimat zum Greifen nah. Doch gerade in diesem Moment des äußeren Erfolgs, der Ruhe und des Wohlstands kam es zu einem der schlimmsten geistlichen Abstürze in Israels Geschichte: dem Abfall bei Baal-Peor.
Dieses Kapitel schildert eindrücklich, wie moralische Verführung, geistliche Untreue und weltliche Vermischung das Volk Gottes von seinem Herrn trennten – und welche tiefen geistlichen Lektionen darin für uns heute liegen.
═════════════════════════════════════════════
🟡 Kommentar
🟪 1. Die Umgebung von Schittim – Schönheit und Gefahr
Israel lagerte in einer fruchtbaren, tropischen Ebene am Jordan. Äußerer Wohlstand, angenehme Umgebung und Ruhe wirkten entspannend – aber auch entwaffnend. Diese Phase der Muße wurde zur geistlichen Falle.
🟪 2. Die heimliche Verführung durch die Midianiterinnen
Midianitische Frauen drangen unauffällig ins Lager ein. Ihre Absicht war nicht Freundschaft – sondern gezielte Verführung zur Sünde. Unter dem Deckmantel von Harmonie und Kultur sollten Israeliten in Abgötterei und moralische Ausschweifung geführt werden.
🟪 3. Das Fest zu Ehren der Götzen – Bileams Strategie
Bileam, der zuvor Israel nicht verfluchen konnte, fand nun einen anderen Weg: Er lenkte das Volk in die Nähe der Versuchung. Musik, Wein, fröhliche Gelage und sinnliche Reize untergruben die Selbstbeherrschung. Aus moralischem Fall wurde Götzendienst.
🟪 4. Die tödliche Seuche – die Folgen des Abfalls
Der geistliche und moralische Zusammenbruch hatte katastrophale Auswirkungen:
– Eine Seuche brach aus, die zehntausende dahinraffte.
– Die Anführer des Abfalls wurden gerichtet.
– Das Lager durchlief eine drastische Läuterung.
🟪 5. Der Eifer des Pinhas
Mit heiliger Entschlossenheit handelte Pinhas, um das Gericht aufzuhalten.
Gott bestätigte seine Tat und schenkte ihm den „Bund des Friedens“ – ein ewiges Priestertum.
Die Botschaft: Gottes Eifer gegen Sünde ist Ausdruck seiner Liebe zu seinem Volk.
🟪 6. Gottes Gericht über Midian
Da Midian bewusst Israel zur Sünde verführt hatte, folgte göttliches Gericht.
Die Lektion: Wer geistlich andere zu Fall bringt, trägt eine ungeheure Verantwortung.
🟪 7. Die zeitlose Warnung – vom Alten Testament bis zur Endzeit
Der Bericht ist nicht Vergangenheit. Paulus erklärt ausdrücklich:
„Dies widerfuhr ihnen als ein Vorbild … uns zur Warnung“ (1. Kor 10,11).
Wie damals:
– Verführung durch Vergnügungen
– Vermischung mit weltlichen Werten
– moralische Abstumpfung
– Spiel mit der Versuchung
führt immer noch zu geistlicher Entfernung von Gott.
🟪 8. Der geistliche Mechanismus des Falles
Der Niedergang beginnt nicht plötzlich, sondern:
– Gedanken werden unrein
– die Wachsamkeit erlahmt
– das Gebet wird vernachlässigt
– der Umgang mit der Welt wird sorglos
– kleine Kompromisse häufen sich
– am Ende fällt der Mensch sichtbar in Sünde
🟪 9. Gottes Ausweg: Reinheit des Herzens
Die Bibel ruft zu einem geheiligten, bewachten Inneren auf:
– „Behüte dein Herz“ (Spr 4,23)
– „Gürtet die Lenden eures Gemütes“ (1 Petr 1,13)
– „Was wahrhaftig ist … dem denkt nach!“ (Phil 4,8)
– „Schaffe in mir ein reines Herz“ (Ps 51,12)
Der Sieg über Versuchung beginnt stets im Herzen – nicht im Verhalten.
═════════════════════════════════════════════
🟢 Zusammenfassung
Der Abfall am Jordan zeigt, dass der größte Feind des Volkes Gottes nicht äußere Bedrohungen sind, sondern innere Verführbarkeit. Israel fiel nicht durch Krieg, sondern durch moralische Korruption und geistliche Nachlässigkeit. Der Weg in die Sünde begann schleichend, führte zu offenen Ausschweifungen und endete in schwerem Gericht. Doch Gott bietet Reinheit, Erneuerung und Bewahrung denen an, die wachsam bleiben und sein Wort im Herzen tragen.
═════════════════════════════════════════════
📢 Botschaft für uns heute
Wir stehen – geistlich gesehen – ebenso nahe am „himmlischen Kanaan“ wie Israel damals. Genau deshalb ist die Gefahr groß, in der letzten Phase der Geschichte durch Bequemlichkeit, weltliche Vermischung oder moralische Versuchung zu fallen. Satan benutzt die gleichen Mittel wie damals:
– sinnliche Reize
– Vergnügungssucht
– Vermischung mit gottlosen Werten
– Abkehr vom Gebet
– Kompromisse im Denken
Gottes Ruf lautet daher:
Wachsamkeit, Reinheit des Herzens, Trennung von zerstörerischen Einflüssen und tiefe Verbundenheit mit seinem Wort.
═════════════════════════════════════════════
💬 Gedankenimpuls
Welche „Schittim-Momente“ gibt es in meinem Leben – Zeiten der Ruhe oder Selbstzufriedenheit, in denen ich besonders anfällig für Versuchung bin? Und wie kann ich mein Herz bewahren, bevor kleine Kompromisse zu großen Sünden werden?
~~~~~ ⚖️ ~~~~~
📆16 – 22 November 2025
📚 GLAUBE SEINEN PROPHETEN
📖 Wöchentliches Lesen der Geist der Prophezeiung
📘 Ellen White | Patriarchen und Propheten – Kapitel 42
🔥 Wiederholung des Gesetzes | Moses letzte Ermahnungen und Gottes bleibender Ruf zum Gehorsam
🌐 Hier online lesen
🔵 Einleitung
Kurz vor dem Einzug in das verheißene Land versammelt Mose das Volk Israel ein letztes Mal. Er weiß, dass seine Zeit als Führer endet – und dass er selbst Kanaan nicht betreten wird. Doch bevor er geht, wiederholt er das Gesetz Gottes und erinnert an die große Verantwortung, die mit dem Bund mit Gott verbunden ist. In einem leidenschaftlichen, weitsichtigen Appell ruft er das Volk zur Treue, zum Gehorsam und zur Entscheidung für das Leben auf.
═════════════════════════════════════════════
🟡 Kommentar
🟪 1. Moses Abschied in Demut und Sorge
Mose bittet Gott, doch noch ins Land ziehen zu dürfen – Gott erlaubt es nicht. Doch Mose nimmt Gottes Urteil an und sorgt sich nicht um sich, sondern um das Volk. Er bittet um einen Nachfolger – und Gott erwählt Josua.
🟪 2. Josuas Berufung – Ein geistlicher Leiter wird eingesetzt
Gott wählt Josua, „einen Mann, in dem der Geist ist“ (4. Mo 27,18). Mose überträgt ihm unter Handauflegung Autorität vor dem ganzen Volk. Das zeigt: Leiterschaft ist kein menschlicher Ehrgeiz, sondern göttlicher Auftrag.
🟪 3. Warum das Gesetz wiederholt werden musste
Die neue Generation war jung beim Sinai. Sie musste Gottes Gesetz neu hören – um zu verstehen, warum Gehorsam die Grundlage für Segen, Sicherheit und Gemeinschaft mit Gott ist. Die Wiederholung sollte Herz und Gewissen neu ansprechen.
🟪 4. Rückblick auf Gottes Führung und Gnade
Mose erinnert Israel an:
-
die Befreiung aus Ägypten
-
die Wunder in der Wüste
-
die Gabe des Gesetzes
-
die Nähe Gottes
Er zeigt: Kein anderes Volk wurde je so von Gott geliebt, geführt und gesegnet.
🟪 5. Israel – erwählt aus Liebe, nicht aus Leistung
„Nicht weil ihr größer wäret… sondern weil er euch geliebt hat“ (5. Mo 7,7-9). Gottes Bund basiert auf Treue und Gnade – nicht auf Israels Stärke. Diese Wahrheit ist zentral, um Stolz und Selbstgerechtigkeit zu verhindern.
🟪 6. Das verheißene Land – Gabe und Verantwortung zugleich
Mose beschreibt das Land: fruchtbar, schön, von Gott versorgt. Aber die Warnung folgt sofort: Wenn ihr satt seid, vergesst nicht den Herrn (5. Mo 6,10–12). Wohlstand kann zur Gefahr werden, wenn er geistlich schläfrig macht.
🟪 7. Segen und Fluch – die Wahl des Lebens
Kapitel 28 enthält zwei gewaltige Listen:
-
Segen für Gehorsam: Fülle, Schutz, Erfolg
-
Fluch für Ungehorsam: Not, Zerstreuung, Gericht
Diese Warnungen erfüllten sich in Israels Geschichte tragisch – u. a. bei der Zerstörung Jerusalems durch Rom.
🟪 8. Der feierliche Appell: Wähle das Leben!
„Ich habe dir Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt… So wähle das Leben“ (5. Mo 30,19).
Gott zwingt nicht – er ruft. Gehorsam ist keine äußere Pflicht, sondern Entscheidung aus Liebe zu Gott.
🟪 9. Das Lied Moses – Erinnerung in poetischer Form
Um alles einzuprägen, dichtet Mose ein Lied. Es erzählt Gottes Handeln und mahnt zur Treue. Das Volk soll es auswendig lernen und an kommende Generationen weitergeben – Gottes Wahrheit soll das Herz durchdringen.
═════════════════════════════════════════════
🟢 Zusammenfassung
Kapitel 42 ist Moses letzter großer Auftritt vor seinem Tod. Er wiederholt das Gesetz, ruft das Volk zur Entscheidung und überträgt die Leitung an Josua. Das Herzstück seiner Botschaft: Israel wurde aus Gnade erwählt – nun soll es mit Gehorsam und Liebe antworten. Segen und Fluch liegen offen vor ihnen. Sie haben die Wahl.
═════════════════════════════════════════════
📢 Botschaft für uns heute
Auch wir stehen geistlich an der Grenze des „verheißenen Landes“ – der Wiederkunft Jesu. Gottes Gesetz gilt weiterhin als Maßstab für unser Leben. Die Wahl zwischen Leben und Tod, Gehorsam oder eigenem Weg, stellt sich täglich neu. Wohlstand, Routine und geistliche Gleichgültigkeit sind heute die gleichen Gefahren wie damals. Gottes Ruf gilt auch uns:
– Wähle das Leben.
– Halte dich an das Wort.
– Lehre es deinen Kindern.
– Lebe mit Gott – und für Gott.
═════════════════════════════════════════════
💬 Gedankenimpuls
➡️ Was prägt meine tägliche Entscheidung – Bequemlichkeit oder Gehorsam?
➡️ Ist Gottes Gesetz in meinem Herzen lebendig – oder nur eine Pflicht?
➡️ Woran erkennen andere, dass ich das Leben mit Gott gewählt habe?
➡️ Wie kann ich das geistliche Erbe an die nächste Generation weitergeben?
══════════════════════════════════════════════
LuxVerbi | Das Licht des Wortes. Die Klarheit des Glaubens.


