Serie Israel GESTERN, HEUTE UND IN ZUKUNFT mit Pastor Mag. Kurt Piesslinger
In den letzten hundert Jahren hat sich in Israel mehr ereignet als in 1000 Jahren zuvor. Die Rückkehr der Juden ins Heilige Land veränderte in dieser Region alles.

Sprecher : Pastor Kurt Piesslinger; aufgewachsen auf einem Bauernhof in 1000m Höhe am Dachsteingebirge in Österreich; Lehramt für Englisch, Geschichte und Geographie; Theologiestudium in Österreich und England; Pastor der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Österreich; begeisterter Bibelleser und Kirchengeschichtsforscher; freut sich auf die Zeit, wo wir uns wie die Engel im Weltall bewegen; verheiratet, zwei Töchter, die Musikerinnen sind.

 

 

1.Palästina 1880–1914
Durch die Vision von Theodor Herzl, nämlich einen Judenstaat im ursprünglichen Stammesgebiet zu gründen, entstand eine Welle der Begeisterung unter einwanderungswilligen Juden nach Palästina. Eifrig wurde Grund und Boden erworben, sodass zwischen 1880 und 1914 an die 65.000 Juden nach Palästina einwanderten. Hauptsächlich kamen sie aus Russland in das Land ihrer Vorfahren.

 

 

2.Der Nahe Osten 1923–1948
Während der Zeit der englischen Verwaltung Palästinas nach dem 1. und 2. Weltkrieg, entwickelte sich eine rege Einwanderungswelle ins Heilige Land. Großbritannien förderte großzügig die Einwanderung der Juden. So kamen Hunderttausende Juden ins Land, die sofort damit begannen, das Land zu begrünen. Dies wurde möglich durch umfangreiche Bewässerungsmaßnahmen.

 

 

3.Der Nahe Osten 1949 – 1973
Mit der Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 begann sich die Welle der Gewalt zu drehen. Bevor sich Großbritannien aus Palästina zurückzog, wurde den Juden wie den im Land ansässigen Arabern (Palästinensern) das Land nach einem Teilungsplan zugesprochen. Mit 50% wollte sich aber keine der beiden Seiten zufriedengeben. Es folgten blutige Kriege, die jedes Mal mit einem Sieg Israels und entsprechendem Landgewinn für die Juden endeten. Der Sechstage-Krieg von 1967 schuf die Voraussetzungen der heutigen Staatsgrenzen Israels. Ohne die militärische Unterstützung Israels durch die USA wäre dies unmöglich gewesen.

 

 

4.Der Nahe Osten 1973 – 1990
Die im Sechstage-Krieg von Israel gewonnenen Gebiete ihrer arabischen Nachbarn wurden zum Teil zurückgegeben, um dadurch Garantien für den Frieden zu bekommen. So wurde ein Friedensvertrag mit Ägypten möglich durch die Rückgabe der Halbinsel Sinai. Die Golanhöhen gegenüber Syrien und das Westjordanland wie der Gazastreifen blieben ein beständiger Zankapfel bis heute.

 

 

5.Israel und Palästina seit 1991
Jordanien und Israel einigten sich 1995 auf einen Friedensvertrag, was de facto bedeutet, dass Jordanien auf das Westjordanland verzichtete. Die Golanhöhen auf dem Staatsgebiet von Syrien wurden 1981 von Israel annektiert. Auch der Gaza-Streifen an der Mittelmeerküste bleibt bis heute ein ungelöstes Problem.

 

 

6.Das Westjordanland seit 1993
Der rege Bau von jüdischen Siedlungen im Westjordanland und schließlich der Bau der Mauer, um sich vor Terroristen zu schützen, hat Israel und das Westjordanland endgültig geteilt, obwohl es von Israel als zum israelischen Staat gehörend betrachtet wird…

 

 

7.Jerusalem
Keine andere Stadt hat so eine bewegte Geschichte wie diese. Ein religiöses Zentrum für Christen, Juden und Moslems. Was wird sich hier noch ereignen?